Ehrentage – Geburtstage

die Sache mit dem „Ehrentag“

gelb blühende Rose

Darum beginne ich mit einer Rose. Sinnbild für das Ehrenhafte.

Diese Tage saß ich am Meer. Himmel und Wasser schimmerte blau. Sanfte Wellen und gleichmäßiges Rauschen.

Blick auf das Meer
Wie im Bilderbuch und solche Märchengeschichten.
Normalerweise habe ich um diese Zeit ein anderes Wetter um mich herum.
Ich hatte Geburtstag. Der ist immer Anfang Dezember.

Es ist meist kalt um diese Zeit. Schnee bis Regen. Grau und trist. Trostlos?
Diesmal meine Zeit am Meer.
Fische und Möwen als neue Besucher?
Die manchmal „üblichen“ fern von mir an anderen Orten.
Mir kam die Frage in den Sinn: Ist mir wichtig von
anderen Menschen gratuliert zu werden? Just genau an diesem Tag!
Wie ist das mit meiner Eitelkeit? Schmeichelt es dem Ego?
Oh ja, Franziska und Alfons haben an mich gedacht!
Und: Michaela und Klaus haben mich vergessen?
Diese Dezemberzeit ist in meiner Welt beladen mit Vorstellungen.
Nikolaus kommt, Weihnachten steht an und demnächst dann Silvester.
In der Kinderzeit war die Freude immer ein Begleiter.
Süße Sachen, Lebkuchen, Christstollen – diesen letztendlich bis Ostern am Teller haben, Lieder singen, in die Kirche gehen und andere anerzogene Rituale.
Wenn ich Weihnachten betrachte, ist es letztendlich ein Geburtstag der gefeiert wird. Ein Sohn, ein Kind und hoch gestochen ausgedrückt oft als Erlöser gepriesen. Das Heil soll in die Welt kommen.
Warum machen wir einen großen Unterschied zwischen diesem und jenem (Menschen)?
Die Geschichte mit dem Herrn ist lange vergangen. Sie wird mit einem Ritual weiter am Leben gehalten.
Folglich darf ich mich auch ein wenig wichtig nehmen. (?)
Ohne mich, die anderen um mich herum, würde dieses Ritual nicht weiter existieren.
Es wäre Vergangenheit. Erzählen Vögel und Fische sich davon?
Einerseits ist Zeit fiktiv. Andererseits fährt der Zug nach Haus zu einer bestimmten Zeit.
Ich merke, mir ist es wichtig in der Zeit zu sein. Wenn ich zum Tanz will, den ich gern habe, ist dieser an einem bestimmten Tag. Komme ich an einem anderen, ist niemand da und ich ziehe ein langes Gesicht. Hilft mir der Satz: in einem Monat gibt es ja wieder neuen Tanz?
Wahrscheinlich nicht. Ich bin betrübt. Habe diese Zeit verpaßt. War irgendwo anders.
Ein Weihnachten, ein Nikolaus, ein Geburtstag kommt wieder. In einem Jahr. So ist das Ritual.
Ich kenne niemand der jeden Monat Weihnachten feiert.
Es ist ein Ritual, jemand in Erinnerung halten. Glücklich, wenn es schöner Anlass ist.
Der Satz :: „nachträglich alles Gute !“ – bringt mich zum Grinsen.
Trägt man mir das Gute nach oder gar hinterher? Was hatte ich vorher? Das Ungute?
In der Geschichte von den Königen die zu diesem Herrn zogen, brachten sie ihm ihrer Sicht nach Kostbarkeiten.
Eine Kostbarkeit ist es für mich, meinem Mitmenschen an diesem Tag eine Nachricht zu kommen zu lassen.
Ein paar schlichte Worte, so etwa :: „He – hatte dich im Sinn! Coole Socke! Schön, dass es dich gibt in meinem Leben! Irgendwie habe ich dich gern. Es gefällt mir Zeit mit dir haben zu dürfen.“

Mir scheint, diese Form, dieser Ausdruck, diese Sätze sind so kompliziert und schwer geworden, dass es selten getan wird. Ich verstehe nicht warum.


Erinnerung: der andere Herr aus der Kirche ist ein an sich gemaltes Bild. Eine Vorstellung. Das ist okay so. Menschen malen sich Bilder und glauben daran. Ich finde es in Ordnung. Jeder nach seinem Willen.
Wir sind Wesen mit dem Sinn für Gemeinsamkeit. Gehen auf Weihnachtsmärkte. Da steckt das Wort Weihe drin.
Ja. Es ist wichtig. Habe ich für mich selbst bemerkt und darf selbst daran üben. Dieser Tag mit den ausgesprochenen Wünschen.
Morgen ist ein anderer dran. Auch der ist wichtig. Und so weiter. Jeden Tag ein weiterer.
Ich habe beschlossen, mir einen Geburtstagskalender zu basteln.
Da dürfen alle darin Platz nehmen, die ich kenne und mit mir zu tun haben.
Irgendwie zaubert mir diese Vorstellung ein Lachen in mein Gesicht. Ich werde eine große Wand brauchen.
All die Namen und Bekannten!

Ich hoffe genug Zeit für alle zu haben.

(persönlichste Anmerkung: Ich kam zu diesen Gedanken, weil ich in diesem Jahr besonders viele „nach-trägliche Grüße“ erhielt, bzw. zu einem anderem Datum. Das wurde mir bedenklich. Es reifte dieser „Nach-trag“ in mir. Und schreibt mir doch bitte eure Geburtstage, manche kenne ich nicht, das finde ich schade und andere bin ich mir der genauen Zahl auch nicht bewußt)

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